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14.12.2016

LSR empört über Verhalten der CDU Niedersachsen

Der Landesschülerrat Niedersachsen fordert die CDU Niedersachsen auf, die Sticheleien gegen die Schülerin aus Osnabrück zu beenden und gleichzeitig den Fokus auf wichtigere bildungspolitische Themen zu legen, als Einzelfälle groß zu diskutieren.

Hintergrund ist der Fall einer 16-jährigen Muslima aus Belm bei Osnabrück, die seit mehr als zwei Jahren mit einem Niqab zum Schulunterricht erscheint – der Gesichtsschleier lässt nur die Augenpartie frei. Auch Kultusministerin Heiligenstadt hält das für einen Verstoß gegen das Schulgesetz, will die Entscheidung aber nach dem Prinzip der „eigenverantwortlichen Schule“ den Pädagoginnen und Pädagogen vor Ort überlassen. Diese wollen der 16-jährigen die Chance auf einen allgemeinbildenden Schulabschluss nicht nehmen, da der Schulfrieden nicht gefährdet sei.

Der Vorsitzende des Landesschülerrates Timo le Plat erklärt: „Die Schülerin soll in Ruhe ihren Abschluss an der Oberschule erfolgreich beenden und nicht im Mittelpunkt der Politik stehen. Wahlkampf auf Kosten einzelner Schüler, die kurz vor ihrem Schulabschluss stehen, ist einfach inakzeptabel." Sein Stellvertreter Birhat Kaçar fügt hinzu: „Die Christdemokratinnen und Christdemokraten in diesem Land sollten sich um wichtigere Themen kümmern als um einen Einzelfall einer Schülerin, wir haben noch immer zu wenige Lehrer an unseren Schulen und besonders für Sprachlernklassen zur Förderung der Integration und zu hohe Kosten für Schülerinnen und Schüler bei Fahrtkosten für Bus- und Bahntickets um zur Schule zu kommen. Das sind bildungspolitische Themen, die für unser Land wichtig sind!“.



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