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05.06.2017

Landesschülerrat Niedersachsen fordert Abschiebestopp aus dem Klassenzimmer

In Nürnberg löst die Abschiebung eines 20-Jährigen afghanischen Schüler der Berufsschule am Berliner Platz einen großen Polizeieinsatz aus. Mit zunächst friedlichen Sitzblockaden hatten Mitschülerinnen und Mitschüler versucht, die Abfahrt des Polizeiwagens mit dem afghanischen Schüler zu verhindern.
Der Landesschülerrat Niedersachsen positioniert sich gegen Abschiebungen von integrierten Mitschülerinnen und Mitschülern in Deutschland. Geflüchtete Schüler, die sich gut in den Schulalltag eingegliedert haben und auch von den Klassenkameraden als Teil einer Einheit angesehen werden, sollten nicht in ihrer Schullaufbahn und vor allem nicht während des Unterrichts abgeschoben werden.
Timo le Plat, der Vorsitzende des Landesschülerrates, erklärt zu diesem Thema:
„Konfrontationen wie jene in Nürnberg müssen zukünftig verhindert werden. Außerdem sollten Abschiebungen aus dem Klassenzimmer ohnehin verboten werden, da solche Aktionen das Schulklima maßgeblich beeinflussen.
Der Einsatz der Mitschülerinnen und Mitschüler verdient großen Respekt. Diese Art und Weise der Solidarität ist einzigartig und ist daher hervorzuheben."

Sein Stellvertreter Birhat Kacar ergänzt: „Wir stellen fest: Die Mitschüler von Aneh wissen wie Politik funktioniert, ihnen haben wir zu verdanken, dass die Bundesregierung vorerst die Abschiebungen gestoppt hat. Dieser Stopp darf aber nicht nur von kurzer Dauer sein! Die Schule muss ein Ort des Lernens sein und somit frei von Abschiebungen bleiben. Die Schülerinnen und Schüler sollten keine Angst haben in die Schule zu gehen und die ganze Zeit darauf zu warten, dass die Polizeiautos vorfahren!“



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