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14.04.2020

Landesschülerrat zum "Recht auf Abschlussprüfungen"

Bezugnehmend auf die Stellungnahme der Vorsitzenden der Landesschüler*innenvertretungen verschiedener Länder zur Durchführung von Abschlussprüfungen im Sinne der betroffenen SchülerInnen.

"Die gegenwärtige Krise hat die Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen in unvergleichbarer Weise behindert. Die Bibliotheken sind geschlossen und digitale Lerngruppen können analoge nicht ersetzen. Viele Schüler*innen der Abschlussjahrgänge haben zu Hause keine ruhigen Rückzugsräume zum Lernen und auch die psychische Belastung erreicht nie dagewesene Ausmaße. Ein Festhalten an verpflichtenden Abschlussprüfungen ist nicht länger haltbar", sagt Florian Reetz, der Vorsitzende des Landesschülerrates.

Der Landesschülerrat macht sich angesichts der aktuellen Lage für einen Durchschnittsabschluss mit Recht auf Abschlussprüfungen" stark. Mit diesem Angebot wird der Durchschnittsabschluss zum Standard. Beim Durchschnittsabschluss ergibt sich die Abschlussnote vollständig aus den Leistungen der letzten Semester. Beim Abitur machen diese Leistungen unter normalen Umständen bereits zwei Drittel der Abschlussnoten aus. Möchten Schüler*innen aber an den Prüfungen teilnehmen, können sie dies tun. Somit haben Schüler*innen weiterhin die Möglichkeit ihr Recht auf Prüfungen wahrzunehmen. Jede*r Schüler*in hat damit die Freiheit für sich selbst diese Entscheidung zu treffen, abgestimmt auf die individuellen Umstände.

"In den letzten Tagen erreichten uns viele Vorschläge und Ideen, aber auch persönliche Schicksale, die uns die Stimmung und Meinungen in der aktuellen Situation verdeutlichten. Dieser Ansatz trägt den gegenwärtigen Lebensrealitäten der Schüler*innen Rechnung", so Ole Moszczynski, Vorstand des Landesschülerrates.

Bei den Prüfungen gilt es für die Schüler*innen und Lehrkräfte gilt es, weiterhin das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten.



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