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16.04.2020

Landesschülerrat Niedersachsen zu Schulöffnungen

Der Landesschülerrat zu Schulöffnungen

Wie nun der Wiedereinstieg in den Schulalltag weiter gelingen kann, sollte in einem gemeinsamen Austausch mit den direkt Beteiligten des Schullebens erörtert werden.

Unter dem Gesichtspunkt des Festhaltens an den Abschlussprüfungen finden wir die getroffene Entscheidung, die Schulen am 27.04 für die Abschlussjahrgänge zu öffnen, f olge richtig. Denn es ist von essen z ieller Wichtigkeit, sich angemessen auf die Prüfungen vorbereiten zu können . Dies war bislang nicht der Fall.

"Trotz zwei Wochen Vorbereitungszeit auf Abitur gibt es Faktoren, die man nicht ausblenden oder bewältigen kann . W ir bezweifeln , dass eine wirklich faire Durchführung des Abiturs und anderer Abschlüsse möglich ist, r espektieren jedoch die getroffenen Entscheidungen in Sinne eines bundesweiten Vorgehens." , sagt Florian Reetz, Vorsitzender des Landesschülerrates.

Bis zum Start des "Lernens zu Hause" am 22.4. müssen dringend flächendeckend die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Eine Benotung des digitalen Lernens sieht der Landesschülerrat aber weiterhin kritisch . Die Erfahrungen zeigen, dass gerade das Vermitteln neuer Konzepte und Methoden digital wesentlich schlechter funktioniert als im normalen Schulalltag im direkten Gegenüber. Digitaler Unterricht kann den echten nicht ersetzen, sondern höchsten Folgen des Ausfalls mildern.

" Das Abwechseln von schulischem und digitalem Unterricht ist ein guter Ansatz und muss nun noch mit einem starken pädagogischen Konzept versehen werden.", so Ole Moszczynski, Vorstand des Landesschülerrates.

Für Schüler*innen , d ie weiterhin nicht die Möglichkeiten haben am Unterricht teilzunehmen, gilt es entgegenkommende und großzügige Einzelfalllösungen zu finden .

“Die Entscheidung, den Risikogruppen die Möglichkeit zu bieten, zu Hause zu bleiben ist hier ein guter Anfang. Jedoch muss zeitnah geschaut werden, wie sich dies auf die Unterrichtung auswirkt. Eine Benachteiligung der betroffenen Schüler*innen muss ausgeschlossen werden.” , so Celina Kruithof, stv. Vorsitzende des Landesschülerrates.

Die Schüler*innen die nun schrittweise wieder in den Unterricht einsteigen brauchen dem Landesschülerrat zufolge eine Eingewöhnungsphase . G erade unter Bedingungen des Infektionsschutzes ist der Schul- und Lernalltag nicht mehr derselbe.

Auch das Kurssystem muss bedacht werden. Werden Kurse aufgeteilt, so gilt es herauszustellen, ob und wie bei möglichen Freistunden der Aufenthalt an Schulen stattfinden kann. Ein Anfang könnte es dabei sein, wenn die Schule n Räume und Internetverbindung zur Verfügung stellen .



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