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28.04.2020

"Herr Minister, greifen Sie zum Telefon"

Landesschülerrat: "Herr Minister, greifen Sie zum Telefon"

In der gegenwärtigen Debatte um einen möglichen Verzicht auf verpflichtende Abschlussprüfungen stört sich der Landesschülerrat an den Aussagen des Kultusministers, die Umsetzung eines Durchschnittsabschluss sei nicht machbar, da ein niedersächsischer Alleingang ausgeschlossen werden müsse.

"Verständlicherweise gibt es Angst vor einem möglichen Alleingang im Zuge der Abschlussprüfungen. Und ein Stück weit müssen wir diesen Bedenken recht geben. Denn ein niedersächsischer Alleingang ist zu vermeiden. Allerdings ruhen sich deutschlandweit Kultusminister*innen auf dieser Befürchtung aus und das, obwohl die Lösung so nahe liegt. Deshalb fordern wir den Kultusminister auf: Herr Minister, greifen Sie zum Telefon. Entscheiden Sie mit den Kultusminister*innen der anderen Bundesländer zugunsten der Schüler*innen und allen weiteren Beteiligten des Schullebens", so Florian Reetz, Vorsitzender des Landesschülerrates.

Der Landesschülerrat ist sich zudem sicher, dass ein Verzicht auf verpflichtende Abschlussprüfungen, nicht nur die Abschlussjahrgänge, sondern die ganze Schule entlasten würde.

“Der Schulleitungsverband Niedersachsen hat vergangene Woche darauf hingewiesen, dass die Durchführung der Abschlussprüfung eine immense Herausforderung sei. Wir können das starrsinnige Beharren auf Abschlussprüfungen auch deshalb nicht verstehen, weil dadurch Ressourcen gebunden werden, die für die jüngeren Jahrgänge dringend gebraucht werden. Gerade die Abiturjahrgänge werden jetzt auf das Absolvieren ihrer Prüfungen gedrillt. Neues wird Ihnen nun nicht mehr gelehrt. Warum halten wir also an finalen Leistungsabfragen fest, wenn diese gar keinen direkten Bildungsmehrwert haben?”



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