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03.11.2020

Landesschülerrat Niedersachsen: Forderung nach Gleichbehandlung trotz Corona-Maßnahmen

Das niedersächsische Kultusministerium hat in Anbetracht der neuen Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern ein neues Abstufungssystem für Schutzmaßnahmen eingeführt, dass in Abhängigkeit vom Inzidenzwert der Kreise Maßnahmen vorsieht. Steigt dieser Wert über 50, so müssen die Schüler*innen der Sekundarstufen I und II im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Bei einem Inzidenzwert über 100 und einer Infektionsschutzmaßnahme an einer Schule ist das Szenario B einzuführen.

"Wir bewerten es positiv, dass nun klare und transparente Regeln gefunden und an viele Bedingungen angepasst wurden. Das ermöglicht einen zumindest besseren Überblick über die aktuellen Verordnungen. Allerdings machen wir uns Sorgen um kollaborative Unterrichtselemente und deren Gestaltung, uns fehlt eine Reglung, beispielsweise zu Experimenten in Partnerarbeit", so Florian Reetz, Vorsitzender des Landesschülerrates.

In einigen Bereichen des Schulalltags müssen die Regelungen allerdings noch angepasst werden. Werden Klausuren geschrieben, so führt das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung zu ernsten Konzentrationsschwierigkeiten und anderen Beeinträchtigungen. Hier müssen einheitliche Lösungen gefunden werden, die die Sicherheit und Fairness von schulischen Bewertungen gewährleisten. Die aktuelle Verordnung schreibt den MNS bis Dezember vor, zur Sicherstellung von Einheitlichkeit ist ein zeitlicher Stopp der Leistungsbewertung vorstellbar.

"Die Maske schränkt uns im Unterricht merkbar ein. Da ein Großteil aller Schüler in Niedersachsen davon betroffen ist, muss uns weiter entgegengekommen werden", sagt Marike Leder, stv. Vorsitzende des Landesschülerrates.

Die Lage zu Sportunterricht in der Schule muss weiter sondiert werden. Da sämtlicher Team- und Kontaktsport in Vereinen zum Wohle des Infektionsschutzes untersagt wurde, verwundert es, dass Schülerinnen und Schüler in der Schule weiterhin diesem Risiko ausgesetzt werden. Für Sport-Abiturienten muss Praxisunterricht in einem Rahmen ermöglicht werden, der das Infektionsrisiko minimal hält, jedoch eine Bewertung sowie Kompetenzerwerb möglich macht.



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