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24.11.2020

[PM] Offener Brief an Kultusminister Tonne: Niedersächsische Schülervertreter fordern Wechsel zum Szenario B

Offener Brief an Kultusminister Tonne: Niedersächsische Schülervertreter fordern Wechsel zum Szenario B

Sehr geehrte Damen und Herren,

In einem offenen Brief an Kultusminister Grant Hendrik Tonne haben Schülervertretungen aus ganz Niedersachsen einen Wechsel in das Szenario B an den weiterführenden Schulen bis zu den Weihnachtsferien gefordert. Den Brief samt Unterschreibenden finden Sie im Anhang der Mail.

"Die breite Unterstützung von Schülervertretungen aus Landkreisen und Schulen in ganz Niedersachsen zeigt deutlich, dass die Verunsicherung weitverbreitet und das Unverständnis für den aktuellen Kurs groß ist. Dieser Verunsicherung wollen wir mit dem Wechsel ins Szenario B beikommen und so für einen beruhigteren Schulalltag zu sorgen.", so Marike Leder, stv. Vorsitzende des Landesschülerrates.

Grundsätzlich begrüßen die Schülervertreter das Bestreben des Kultusministeriums, den Präsenzunterricht für alle aufrechtzuerhalten. In der Praxis erweisen sich die erdachten Konzepte zur Gewährleistung dieses Ziel jedoch häufig als realitätsfern.

"Wir sind uns bewusst, dass Niedersachsen im Vergleich zu vielen anderen Bundesländern noch die deutlich durchdachteren Maßnahmen beschließt. Aber wenn es um den Umgang mit Corona in den Schulen geht, so ist dies leider trotzdem nur der weniger schlechte Kurs. Was wir brauchen sind wirklich weitreichende Maßnahmen, die guten Unterricht im Szenario B ermöglichen. Einige davon, wie beispielsweise das Öffnen der Bibliotheken für Schülerinnen und Schüler im Distanzlernen, sind direkt umsetzbar.", sagt Florian Reetz, Vorsitzender des Landesschülerrates.

Zugleich ist es wichtig anzuerkennen, dass das Szenario B Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Jahrgänge vor unterschiedliche Probleme stellt. Deshalb wird in dem Brief der Wechsel in das Szenario B nur für die weiterführenden Schulen gefordert. Und auch hier muss noch einmal unterschieden werden. Denn während die älteren Jahrgänge vor allem noch Verbesserungen in der Digitalisierung zur Verbesserung des Distanzlernens erwarten, so stellt sich besonders für die jüngeren Jahrgänge ganz klar die Betreuungsfrage.

"Wir fordern das Land auf, neue Wege zu gehen und die Betreuung der jüngeren Jahrgänge an den Tagen im Distanzlernen so zu organisieren, dass kein Elternteil wegen der schulischen Situation des Kindes zuhause bleiben muss. Wir sind überzeugt: Das ist möglich", denkt Ole Moszczynski, Vorstand des Landesschülerrates.

 Offener Brief an Kultusminister Tonne.pdf


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