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17.09.2019

Niedersächsischer Landesschülerrat unterstützt FridaysForFuture

Seit über einem halben Jahr gehen niedersächsische Schüler*innen im Rahmen der "FridaysForFuture"-Bewegung auf die Straße, um für ein konsequentes Handeln zur Bewältigung der Klimakrise zu demonstrieren. Anlässlich des internationalen Großstreiks unter dem Motto #AlleFürsKlima, welcher am Freitag, den 20.September 2019 stattfindet, unterstützt der niedersächsische Landesschülerrat nun FridaysForFuture.

"Wenn Schülerinnen und Schüler für eine Zukunft auf einer heilen Erde demonstrieren, dann können wir als ihre Vertreterinnen und Vertreter nicht länger schweigend die Füße stillhalten", begründet Rieke Bruns, Vertreterin der Realschulen im Bezirk Osnabrück, die Positionierung.

Der Landesschülerrat kann zwar Kraft seines Amtes nicht explizit dazu aufrufen, während der Schulzeit zu demonstrieren. Jedoch begrüßen seine Mitglieder es sehr, wenn sich Schüler*innen politisch engagieren und ihre Anliegen zum Ausdruck bringen.

Die Klimakrise stellt eine der größten Gefahren für unser zukünftiges Zusammenleben dar und muss als solche erkannt werden. Dazu gehört aus Sicht des Landesschülerrates auch eine wesentlich stärkere Thematisierung der globalen Klimakrise in den Schulen.

"Für uns gehört es ganz klar zum Bildungsauftrag der Schule, dass die Schülerinnen und Schüler in aller Deutlichkeit über die Folgen des Klimawandels aufgeklärt werden", ergänzt Liv Märtens, Vertreterin der Gymnasien im Bezirk Braunschweig .

Doch auch das individuelle Konsumverhalten muss fächerübergreifend diskutiert werden. Jede einzelne Schülerin und jeder einzelne Schüler soll aktiv dazu angehalten werden, die eigenen Entscheidungen kritisch zu reflektieren.

Hierbei gehen einige Schulen wie z.B. die KGS Hemmingen bereits mit gutem Beispiel voran. Zum 20.9. findet dort in Kooperation mit Natur- und Klimaschutzorganisationen für alle Schüler*innen ein Aktionstag statt. Während die jüngeren Jahrgänge sich über die Klimakrise und vor allem mögliche Auswege informieren, werden die Älteren gemeinsam mit Vertreter*innen der Kommunalpolitik lokale Klimaschutz-Initiativen kennenlernen und konkrete Lösungswege diskutieren.

"Dank des beherzten Einsatzes einiger und Schüler*innen und Lehrkräfte zeigen bereits einige Schulen, wie Klimaschutz in den Lernalltag integriert werden kann", lobt Niels Muck, Vertreter der Berufsbildenden Schulen im Bezirk Osnabrück.

Schließlich muss aber auch überprüft werden, was an den einzelnen Schulen praktisch für den Klimaschutz getan werden kann. Zum Einen bieten die meisten Schuldächer sehr gute Voraussetzungen für die Errichtung von Photovoltaikanlagen, hier sollten die Schulträger genauso wie bei einer besseren Wärmedämmung dringend handeln. Zum Anderen sollten Caterer bei der Schulverpflegung zunehmend auf auf regionale und saisonale Zutaten zurückgreifen. Für das Mensaangebot sollte verstärkt auf tierproduktarme Speisen gesetzt werden. Denn exzessiver Fleischkonsum ist weder gesund noch nachhaltig und somit langfristig nicht tragbar. Vielmehr sollte ein vielfältiges Angebot erreicht werden. Hier zeigen bereits einzelne Anbieter, dass es möglich ist, aus nachhaltigen Zutaten ein leckeres Essen zuzubereiten und ohne Subventionen zu einem sozial gerechten Preis zu verkaufen.

"In unserer Schulmensa gibt es jeden Tag Fleisch und das Essen ist weder nachhaltig noch lecker. Ich wünsche mir, dass bei der Zusammenstellung auf mehr Diversität geachtet wird und die Schulen ein Vorbild für uns sind, wenn es um gesunde und nachhaltige Ernährung geht.", appelliert Jan Eggers, Vertreter der Berufsbildenden Schulen im Bezirk Lüneburg an die Schulträger.

Deshalb fordert der Landesschülerrat konkret:

- Die Klimakrise und mögliche Maßnahmen (individuelle sowie gesellschaftliche) zur Eindämmung des Klimawandels fächerübergreifend erheblich stärker in die Kerncurricula aufzunehmen.
- Schüler*innen bei demokratischer Teilhabe möglichst wenig zu behindern.
- Bei der Schulverpflegung auf Anbieter umzusteigen, die regionale Zutaten verwenden und ein nachhaltiges, tierproduktarmes Essen anbieten. Gleichzeitig muss die Schulverpflegung allen Schüler*innen zugänglich sein und niemand darf aus Kostengründen ausgeschlossen werden.
- Die Schulgebäude energetisch zu sanieren und dort, wo es möglich ist, Photovoltaikanlagen zu installieren.

Da diese Forderungen auch Kompetenzen der Schulträger betreffen wird diese Pressemitteilung zusätzlich unterstützt durch:
Regionsschülerrat Hannover
Stadtschülerrat Oldenburg
Kreisschülerrat Harburg
Stadtschülerrat Braunschweig
Kreisschülerrat Leer



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